Schulklima
Nicht durch permanente Leistungssituationen und verschärfte Kontrollen sollen die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler gesteigert werden, sondern durch eine Philosophie des Wertschätzens, der Ermutigung und des Vertrauens. So wird z. B. nach jeder Präsentation, nach jedem Referat, nach jedem Vorlesen eines Aufsatzes zunächst einmal geklatscht.
Dann folgt die Top-Tipp-Runde: Die Mitschüler berichten, was ihnen gut gefallen hat (Top) und was man in Zukunft noch besser machen könnte (Tipp).
Wir erziehen unsere Schüler dazu, sich gegenseitig zu respektieren, sich nicht zu beschämen, auch dann, wenn ein schwacher Schüler seine Ergebnisse vorstellt. Dabei lernen die Kinder, ihre eigenen Fähigkeiten auch selbst einzuschätzen, sie erfahren Vertrauen in ihre Schule und werden dann auch Verantwortung für sich und andere übernehmen.
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Die wichtigste Voraussetzung ist für uns also, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler bei uns wohlfühlen. Eltern berichten immer wieder, dass sie erstaunt sind, dass ihre Kinder immer noch gerne nach Freisen in die Schule kommen. In Sitzungen der Lehrerteams weisen wir immer wieder darauf hin, dass jeder Schüler nach seinem eigenen Tempo lernen darf. Für ein optimales Lernklima ist es daher unabdingbar, dass nicht das Kind mit der Schule mitkommen muss, sondern die Schule mit dem Kind.
Unsere Schüler sollen möglichst nichts mehr mechanisch nachspielen. Wir erziehen sie dazu, selbst kreativ zu sein, Lösungen auszuprobieren und zu finden. Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten beim Lernen größere Freiheiten als in herkömmlichen Schulen. Freiheit ist jedoch die Voraussetzung, selbst etwas zu wollen! Enja Riegel, die frühere Schulleiterin der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, meinte dazu: „Wenn wir Kinder nicht immer bremsen, wenn wir sie sich entwickeln lassen, dann sind Schüler zu weit höheren Leistungen in der Lage, als wir es uns vorstellen können.“
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